Auf der Suche nach der verlorenen Leidenschaft – Paare in der Paartherapie

In einer Paartherapie kann deutlich werden, welche Gründe für die mangelnde Leidenschaft, die doch mal da war, verantwortlich sind. Diese werden oft zwischen den Partnern nicht angesprochen, weil sich gewisse „Tabuthemen“ zwischen den Partnern entwickelt haben.

Der amerikanische, wegen seines sehr neuen Ansatzes sehr populäre Paartherapeut Dr. David Schnarch, sieht hier die sog. „Differenzierung“ der jeweiligen Partner als Lösungsweg hin zu dauerhafter Leidenschaft und erfüllter Sexualität.

Hier klicken zum Artikel in „Zeitgeist-online“ über Dr. David Schnarch und sein Buch „Die Psychologie der sexuellen Leidenschaft“

Dr. David Schnarch und der Crucible-Ansatz („Feuerprobe“ auf deutsch):

Er fand die Bezeichnung „Feuerprobe“ passend, weil es bei der Entwicklung der Persönlichkeit („Differenzierung“) darum geht, eigene Ängste zu erkennen und zu überwinden.
In Bezug auf die Partnerschaft kann das bedeuten, auch dem Partner gegenüber wirklich Tacheles zu reden und Farbe zu bekennen.
Dies wiederum bingt das Risiko mit sich, dass der Partner not amused ist bzw. noch schlimmer, verletzt.
Beispielsweise zuzugeben, dass man in Bezug auf manche Lebenbereiche dem Partner gegenüber nicht mehr den Respekt empfindet, den man früher empfunden hat bzw. den man empfinden möchte, ist nicht leicht. Deswegen „Feuerprobe“.
Aber durch diese Feuerprobe geht man nicht umsonst:
Ehrlich bezüglich den eigenen wahren Gefühlen sein zu können, bringt immense Erleichterung und die Partner wieder zueinander, auch wenn dies unleugbar schmerzhaft ist.
Dieser Schmerz kann für den anderen Partner aber wiederum Anregung sein, sich dem Thema zu stellen und sich persönlich weiterzuentwickeln. Dies bedeutet nicht zwangsläufig, in die Richtung zu gehen, die der Partner sich wünscht. Es bedeutet aber, zu dem Thema eine klare Haltung zu entwickeln und zu dieser auch zu stehen. Auch das bringt wieder das Risiko mit sich, dass der Partner unter Umständen die Beziehung dann beenden möchte. Nichtsdestotrotz ist dies eine Weiterentwicklung zu dem Menschen, der sich authentisch und gut fühlt, der sich besser kennt. Und dies ist die Grundlage für erwachsene, beglückende, lebendige Beziehungen.