Liebesfähigkeit und persönliche Entwicklung als Ziel der Paartherapie

Paare in dauerhaften Beziehungen leiden oft unter mangelndem sexuellen Verlangen. Warum ist das so und was kann man dagegen tun? Sehr viel!

Dass in längeren Beziehungen irgendwann der Zustand der sexuellen Langeweile eintritt, ist völlig normal.
Zu Beginn einer Beziehung einigt man sich (mehr oder weniger stillschweigend) auf die Art des gemeinsam praktizierten Sex. Vorlieben und Tabus werden deutlich gemacht. Es wird sozusagen die Schnittmenge beider Partner, den Bereich der Sexualität betreffend, gebildet. Und diese Schnittmenge wird dann praktiziert, bis es dann eben irgendwann öde wird.
Dies ist einfach als Signal zu verstehen, sich die Beziehung genauer anzusehen und sich zu fragen, inwieweit man eigentlich die Person ist, die man sein möchte in einer Liebesbeziehung.
Verhalte ich mich wirklich so, wie ich mich verhalten möchte? Sage ich deutlich, was ich mir, auch sexuell, wünsche? Intimität ist etwas das entsteht, wenn wir uns dem Partner zeigen, wie wir wirklich sind. Wenn wir klar und unserer momentanen Gefühlslage entsprechend deutlich machen, wer und wie wir sind und was wir uns wünschen.

Und die Beziehung kann völlig neu aufleben, inniger und sexuell befriedigender als jemals vorher werden, wenn beide bereit sind, sich sexuell zu entwickeln und zu reifen. Zum Beispiel, indem man sexuelle Wünsche offenbart, die der Partner möglicherweise ablehnen könnte.
Oder indem man sich Ängsten stellt, sie überwindet und sexuelles Terrain betritt, das vom Partner ersehnt und bislang immer abgelehnt wurde. Völlig neues, sexuell erfüllendes Neuland kann so gemeinsam entdeckt werden und die Liebe neu entfachen!

Hier gehts zum FAZ-Artikel über Dr. David Schnarchs Ansatz in der Paartherapie